Heute ist es bewölkt, da passt es, dass die Planung der weiteren Reiseroute auf dem Programm steht, sowie einkaufen und sehen, ob es doch noch irgendwo ein Restaurant gibt, in dem Silvester gefeiert wird.
Heute geht es erst einmal an die Gestaltung des nächsten Reiseziels. Auf dem Weg zum Touristencenter muss endlich diese klasse Ampel fotografiert bzw. gefilmt werden: das grüne Männchen läuft! Und zwar 10 Sek. lang, dann schaltet die Anzeige um, und man wird ausgezählt ;-) - 20 Sek. lang. Dann wird die Ampel wieder rot. Auf diese Idee muss man erst mal kommen.
Vom Visitor Center, in dem wir Prospekte vom Neuseeländischen ADAC, also AA, für Unterkünfte ergattern, geht es weiter zum nächsten Internet Cafe (der Internet-Zugang im Hotel ist zwar schnell aber unglaublich teuer). Dort erkunden wir die Buchungsmöglichkeiten für Hotels in Rotorua, unsere geplante nächste Station, und genießen dort den genialen Cappuccino - den Unterschied zum Cafe Latte haben wir allerdings nicht herausgefunden. Von dort aus geht es am Hafen entlang (mit Auswahl des Restaurants für den Abend, hier gibt es tatsächlich Restaurants mit Silvester-Specials!!!) zum großen Supermarkt "New World", den wir vom Sky Tower aus entdeckt hatten. Schwer bepackt geht es mit Zwischenstopp am AA-Center, wo wir eine kostenlose Mitgliedschaft für 6 Monate bekommen, zurück zum Hotel, um dort erst mal das nächste Hotel zu buchen und den traditionellen Kaffee mit Stückchen zu genießen. Silvester ist gerettet, der Sekt steht im Kühlschrank!
Auch wenn es nirgendwo steht: an Silvester gibt es ein Feuerwerk. Und zwar (nur!!!) am Sky Tower. 10 Min. zischt und ballert es, auf den Straßen ist zum ersten Mal richtig Stau, jetzt steigen auch die AutofahrerInnen aus und bestaunen erst das Feuerwerk, danach geht die Parkplatzsuche weiter. Frohes neues Jahr 2008!
Neujahrs-Spaziergang zum Park Domain mit interessanten Gewächshäusern, riesigen Bäumen und Farnbäumen, bis zum Auckland-Museum. Von dort Spaziergang zum Mt. Eden, dem höchsten Vulkankrater von Auckland. In den Krater darf man nicht reinsteigen, um ihn nicht zu beschädigen. Wahrscheinlich sind inzwischen einige Touris abgestürzt. Zurück zum Hotel durch die "Straßen von San Francisco" - auch hier in Auckland geht es ständig auf und ab.
Das erste Mal, dass wir an Neujahr tatsächlich etwas unternehmen können. Heikos Spruch stimmt: wir sind schon wieder nüchtern, wenn alle Zuhause-Gebliebenen noch gar nicht besoffen sind;-) Es ist wieder strahlend blauer Himmel, die Sonne brutzelt uns auf die Birne, als wir durch die Stadt zum Park Domain gehen. Dies ist ein großer Park mitten in der Stadt, natürlich auf einem Hügel, und es gibt dort Gewächshäuser mit den Pflanzen, die in den Park gesetzt werden, einen Farn-Park und ein tropisches Gewächshaus. Hier gibt es nicht nur die weißen und blauen Akapandus, die hier überall an den Straßenseiten und auf den Wiesen wild wachsen, sondern auch richtig schön angelegte Gärten. Auf der Spitze des Hügels ist das Auckland-Museum angesiedelt (wir sind keine Museumsgänger).
Park Domain, Gewächshaus
Park Domain, Victoria Lilie
Park Domain, Gewächshaus
Blick vom Mt. Eden
Weg zum Mt. Eden, Pohutukawa Baum
Zwischendurch müssen wir uns mit dem Sunblocker eincremen (leider war das etwas zu spät bzw. an einigen Stellen waren wir zu nachlässig). Weiter geht es Richtung Mount Eden, der höchste (von den 48) Vulkankrater von Auckland. Es sind zwar nur 196 m, allerdings führt der Weg erst einmal ziemlich steil bergauf. Am Fuße des Berges und hinter einer angemessenen Umzäunung stehen die heiligen Kühe des Mt. Eden im Schatten - werden von Stadtkindern gefüttert und gestreichelt. - Bis jetzt haben wir noch kein einziges lebendiges Schaf gesehen!!! - Auf dem "Gipfel" des Vulkankraters gibt es wieder einen herrlichen Rundumblick über Auckland, die Sicht ist etwas diesig aber immer noch ziemlich weit. Eine asiatische Reisegruppe "umgarnt" uns lautstark und knipsend, auch der Wind weht hier oben mächtig, so dass wir recht schnell wieder den Weg nach unten bzw. zurück antreten. Die Straßen von Auckland erinnern an die Straßen von San Francisco - ein ständiges Auf und Ab. Wenn man gerade in einer Senke ist verliert man auch den Sky Tower aus dem Blick, was zu kleineren Umwegen führen kann. Der Spaziergang durch ein ruhiges Wohngebiet und anschließend durch die Datenbanken-Straße (erst SAP, dann der Oracle-Tower) wird etwas länger als geplant, so dass wir uns die Stückchen zum Kaffee redlich verdient haben.
Den Abend beschließen wir mit einer guten Flasche Rotwein im Hotel und genießen den letzten Abend im 29. Stock.
Am Flughafen von Auckland holen wir den Mietwagen ab und weiter geht es in den Süden und ins Landesinnere nach Rotorua - der Furzstadt. Hier stinkt es teilweise bestialisch von den Schwefelquellen, die überall brodeln und der Schwefelbucht des Lake Rotorua.
Etwas früher als angegeben, nämlich schon um 12 Uhr kommen wir am Parkplatz der Mietwagen-Vertretung an. Die Adresse auf unserem Gutschein hatte sich inzwischen geändert, außerdem hätten wir direkt am Flughafen-Terminal den Papierkram erledigen müssen - aber hier nimmt man es nicht so genau, und so führt uns der nette Mitarbeiter zu dem Mietwagen für die nächsten drei Wochen: ein nagelneuer (800 km hat er drauf) Mazda 6 Kombi, feuerrot. Es dauert ein Weilchen bis der Sitz und die Spiegel eingestellt sind, alles verstaut ist und natürlich ebenso griffbereit. Der Flughafenbereich ist noch recht übersichtlich beschildert, Heiko ist bis aufs Letzte gefordert mit seinen Navigationskünsten aus den Straßen herauszufinden und auf den Motorway zu kommen. Wir fahren zwar einige Male drüber, allerdings ist nicht jede Auffahrt in beide Richtungen offen und überhaupt... Aber Heiko hat das voll im Griff (und das mit dem spärlichen Kartenmaterial). Anfangs geht es über den stark befahrenen Motorway, aber schon kurze Zeit später wird es ruhiger, der Hauptverkehr kommt uns entgegen. Offenbar kommen alle Wochenend-Urlauber von der Küste von Coromandel wieder zurück in die Stadt, der entgegen kommende Verkehr wird von vielen Polizeiautos geregelt, einmal sehen wir sogar ein Pacecar.
Die Landschaft ist geprägt durch grasbewachsene Hügel, auf denen unzählige Kuhherden weiden. Wo sind denn nur die Schafe?????? Endlich, nach vielleicht 100 km erblicken wir die erste Schafherde im Grün. Dass das zusammen an die 40 Mio. Schafe sein sollen, ist momentan fragwürdig. Plötzlich erreichen wir eine Ebene, so weit das Auge reicht - erstaunlich, bisher waren überall größere oder kleinere Hügel in Sicht. An den Straßen stehen die typischen Neuseeländischen Farnbäume, auch kleinere Farne gemischt mit viel Unterholz und größeren Bäumen. Einen Kauribaum haben wir aber noch nicht entdeckt (oder erkannt).
Die Nähe von Rotorua kann man riechen, der Schwefel, der aus den Schlammlöchern dampft, hat einen strengen Geruch. Bei der Einfahrt nach Rotorua entdecken wir die öffentlichen Thermalquellen, aus denen mächtige Dampfschwaden nach oben steigen. Der erste Weg in Rotorua führt in den Supermarkt, um das Abendessen einzukaufen. Und siehe da: hier gibt es Lämmer, in der richtigen Größe für den Grill!
Seite 2 von 15